HTML-Editoren

HTML-Dokumente sind simple Textdateien. Theoretisch reicht ein einfacher Texteditor wie der windowsinterne Notepad (unter alle Programme/Zubehör/Editor). Wir Menschen sind aber schreibfaul und deshalb gibt es spezielle HTML-Editoren. Einige sind umsonst, andere kosten Geld. Einige arbeiten direkt am Code, andere haben eine grafische Oberfläche, wieder andere ermöglichen ein Umschalten zwischen beiden Modi.

Welchen Editor man verwendet, bleibt einem selbst überlassen und hängt sowohl von den allgemeinen Umständen, als auch vom Geldbeutel ab. Wir können auch zwei Editoren parallel verwenden, den Quellcode mittels Zwischenablage munter hin und her kopieren und die jeweils programmspezifischen Besonderheiten nutzen.

Wir sind hier völlig frei in der Entscheidung! Und genau da liegt das Problem...

Welchen Editor nehme ich?

Als kostenlose Variante für Schulen und Privatanwender hat sich Phase 5 einen guten Namen gemacht. Im Dezember 2007 erschien eine neue Version, ich bin mir aber noch nicht sicher, ob ich persönlich nicht doch den Vorgänger lieber mag.

Sehr bekannt, jedoch kostenpflichtig sind Microsoft's Frontpage und Macromedia's Dreamweaver. Hierbei handelt es sich um WYSIWYG-Editoren (What You See Is What You Get) mit einer grafischen Entwicklungsoberfläche. Ein solcher visueller Editor vermittelt einem natürlich schnelle Anfangserfolge, indem er so tut, als sei er eine normale Textverarbeitung. Aber Achtung! Genau da liegt das Problem. Ein HTML-Dokument ist kein Word-Dokument und die Behauptung, eine gute Webseite ohne HTML-Kenntnisse erstellen zu können, ist zumindest sehr gewagt!

Weitere Editoren bei SelfHTML.

Tipp! Ab und zu enthalten PC-Magazine Vollversionen von HTML-Editoren. Schauen Sie doch mal beim Zeitschriftenhändler vorbei...

Bitte denken Sie daran...

... ein HTML-Editor ist praktisch. Aber er ist auch nicht mehr als ein Texteditor. Er nimmt uns Tipparbeit ab, indem wir mittels Menü oder Symbolleisten recht einfach bestimmte HTML-Anweisungen einfügen können. Wenn dabei der Cursor jedoch an der falschen Stelle steht oder der falsche Quellcodeabschnitt markiert ist, werden diese Anweisungen durchaus auch an der falschen Stelle eingefügt. Dem Editor ist es nämlich zunächst einmal völlig egal, ob es Sinn macht, was wir schreiben! Auf diese Art können die seltsamsten Effekte auftreten!

Also immer schön aufmerksam sein und nicht wild rumklicken!

Sehr schön ist es, wenn der Editor über eine "Aufräumfunktion" verfügt und Einrückungen automatisch vornehmen kann. Siehe nächster Absatz...

Keine Übersicht über den eigenen Quellcode mehr?

Leerzeilen im Quellcode können Blöcke optisch trennen. Einrücken hilft, die Struktur mit dem Auge schneller zu erfassen. Hilft auch bei der Fehlersuche.

<html>

  <head>
    <title>
      Hier steht der Titel
    </title>
  </head>

  <body>
    <h2>
      Eine Überschrift
    </h2>
    <p>
      Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing
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      non ipsum. Curabitur tincidunt aliquet urna. Nulla
      facilisi. Donec a ligula.
    </p>
  </body>

</html>

Das Einrücken von Quellcode ist eine sehr individuelle Vorliebe und führt vielfach zu emotionalen Kontroversen, weil jeder meint, seine Art der Einrückung sei die Beste. Jeder Stil ist Ausdruck der eigenen Ästhetik, aber auch Ergebnis schnellen Tippens oder des Drucks des Auftraggebers. Es zeigt sich glücklicherweise, dass jeder durch seinen eigenen Quellcode am schnellsten navigieren kann.